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Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen

Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen

In diesem Blog-Beitrag erfahrt ihr, wie ihr richtig mit eurem Chef oder eurer Chefin kommuniziert, worauf es dabei ankommt und wo ihr euch Hilfe holen könnt.

Dein Chef oder Deine Vorgesetze ist oft nicht greifbar, denn viele Termine und Themen, die aktuell auf dem Tisch liegen, sowie wechselnde Arbeitszeiten binden deine Vorgesetzten oft sehr eng ein. Mal sind sie da und mal nicht… Puuuh, ziemlich schwer, so den eigenen Vorgesetzten oder die Chefin kennenzulernen. Dabei würde eine Einschätzung darüber, wie der Chef oder die Chefin so tickt, sehr dabei helfen, zu erfahren, wie man sich am besten im Arbeitsalltag und auch gegenüber Mandanten und Mandantinnen sowie Kolleginnen und Kollegen verhalten sollte. Denn auch wenn Fehler und Missverständnisse komplett normal sind, möchte man als Auszubildender oder Auszubildende alles richtig machen und bloß nicht negativ auffallen. Wir können dir zwar nicht helfen, deinen Vorgesetzten bzw. deine Vorgesetze kennenzulernen, aber wir können dir ein paar grundsätzliche Charakterzüge eines Steuerberaters sowie hilfreiche Tipps in der täglichen Kommunikation mit Vorgesetzten und Kolleginnen mit auf deinem Weg geben.

Was macht ein Steuerberater bzw. eine Steuerberaterin?

Zuerst möchten wir darauf eingehen, was das Ziel jedes Steuerberaters und jeder Steuerberaterin ist. Ganz einfach: Glückliche Mandantinnen und Partner. Um das zu schaffen, sind Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin für alle Fragen und Belange, beraten Unternehmen, unterstützen sie bei gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren. Außerdem geben sie ihre Einschätzung darüber ab, wie es für die Unternehmen weiter gehen sollte und wo allgemeine Ausgaben und eben auch Steuern gespart werden können.

Was sagt das über ihren Charakter aus?

Eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater brauchen eine gewisse Autorität und Selbstsicherheit gegenüber ihrer Mandantschaft. Auch du, als Azubi solltest dich mit den Mandantinnen und Mandanten verstehen und dich natürlich stets höflich, freundlich und kooperativ ihnen gegenüber verhalten. Denk auch daran, dass jeder Mandant und jede Mandantin auch mal einen schlechten Tag haben oder eine schlechte Nachricht übermittelt bekommen haben kann. Lass dich hier nicht mitreissen, denn gerade du als höfliche und zuvorkommende Person kannst die Laune schnell wieder bessern. Denn vergiss nicht, so wie du zu jemanden bist, so ist die Person gegenüber auch zu dir. Mit diesen Eigenschaften kannst du schnell zur Mandantschaft deiner Kanzlei eine berufliche Beziehung aufbauen. Somit zeigst du deinem Chef oder deiner Chefin auch, dass seine Wünsche auch in deinem ermessen liegen.

Der Mandantenkontakt

In deinem Beruf erhältst du tiefe Einblicke in die finanziellen und teilweise sogar familiären Verhältnisse der Mandantinnen und Mandanten, deshalb ist es sehr wichtig, dass du weißt, wie du mit bestimmten Informationen umzugehen hast. Hör die hierzu doch gerne unsere Podcasts Folge 12 an – hier erzählen wir dir alles rund um das Thema Verschwiegenheitsplicht in deinem Beruf. Grundsätzlich gilt aber, dass du stets darauf achten solltest, die Mandanten niemals wissen zu lassen, was du alles über sie weißt. Fragen, die vom Mandanten kommen, bei denen du dir sicher bist, dass du sie richtig beantworten kannst, darfst du beantworten. Achte allerdings stets darauf, dass Fragen dir auch zum Nachteil ausgelegt werden können und ernsthafte Konsequenzen mit sich ziehen können. Sei deshalb immer lieber einmal zu vorsichtig und frag lieber nochmal nach.

Die Autorität deines Chefs oder Deiner Chefin anerkennen

Steuerberater und Steuerberaterinnen sind meistens sehr selbstsichere und autoritäre Persönlichkeiten, denn diese Wesenszüge sind in ihrem Alltag unabdingbar. Sowohl bei gerichtlichen als auch bei außergerichtlichen Verfahren sind diese Charaktereigenschaften sehr wichtig, um sich durchsetzen zu können. Daher ist ein gewisser Respekt im Umgang mit deinem Chef oder deiner Chefin vonnöten. Mit einem respektvollen Umgang ist aber nicht gemeint, jedes Mal vor Angst zusammenzucken, wenn sich die Wege deines Chefs oder deiner Chefin mit dir kreuzen. Es ist eher eine Frage des Respekts. Ein Chef oder eine Chefin sind auch nur Menschen. Du brauchst dir also keine Sorgen machen. Sei immer höflich und hilfsbereit und zeige natürlich auch Verständnis dafür, dass ein Vorgesetzter oder eine Vorgesetzte meistens nicht viel Zeit hat. Gerade das Thema Zeit ist bei einem Chef oder einer Chefin sehr wenig vorhanden. Daher nutze immer erst die Chance, bei Fragen deine Mit-Auszubildenden oder Kollegen zu fragen, bevor du deine Chefin oder deinen Chef fragst. Klar darfst du auch Eigeninitiative zeigen und selbstständig arbeiten und dir somit die gewünschten Auskünfte auch selbst erlangen. Aber du musst nicht alles sofort selbst können, du wirst im Laufe deiner Ausbildung lernen, wie du am schnellsten und besten an Informationen kommst.

Wir hoffen, du konntest jetzt verstehen, warum Vorgesetzte so eine Selbstsicherheit und Autorität ausstrahlen. Allerdings gibt es auch Chefinnen und Chefs, die ihre „Macht” ausnutzen und maßlos überziehen. Wenn du den Eindruck hast, dass dein vorgesetzter Steuerberater unsachlich wird und grundsätzlich nicht fair zu dir ist, musst du das nicht aushalten. Wenn du das Gefühl hast, dass du unterdrückt wirst oder sogar herablassend angesprochen wirst, nimm dir unbedingt Hilfe in Anspruch! Sprich mit Kollegen oder Kolleginnen und suche das Gespräch mit deinem Ausbilder bzw. deiner Ausbilderin. In sehr vielen Fällen kann dir intern im Team geholfen werden. Oft geht es den Kolleginnen und Kollegen ähnlich und sie haben Tipps für dich parat. Außerdem hast du als letzte Lösung die Möglichkeit, dich mit der Steuerberaterkammer in Verbindung zu setzen.

Genauigkeit und Sorgfalt, das A&O

In deiner Ausbildung sowie im Beruf ist es besonders wichtig, detailliert und gewissenhaft zu arbeiten. Fehler können natürlich passieren, das ist völlig normal. Du solltest allerdings sehr aufpassen, dass dir keine Leichtsinnsfehler oder Zahlendreher passieren. Du kannst diese umgehen, indem du immer mehrmals drüber liest bevor du etwas abgibst, oder du lässt es im Vieraugenprinzip von einem Kollegen oder einer Kollegin prüfen.

Übrigens heißt das nicht, dass Genauigkeitsfehler unverzeihlich sind. Wenn sie passieren, wirst du daraus lernen. Dafür bist du schließlich auch noch der Azubi. Dem Steuerberater oder der Steuerberaterin hingegen dürfen keine Flüchtigkeitsfehler passieren, denn diese können harte Konsequenzen nach sich ziehen. Deshalb ist es ihnen wichtig, dir beizubringen, so sorgfältig und genau zu arbeiten, wie es eben geht.

Hohe Einsatzbereitschaft vom Chef, Azubi und Kollegen

Als Steuerberater oder Steuerberaterin müssen dein Chef oder deine Chefin für ihre Mandantinnen stets einsatzbereit sein, um sie bestens zu vertreten. Es gibt wichtige Fristen einzuhalten und dies ist unerlässlich, auch wenn dein Arbeitstag eigentlich schon zu Ende ist. Im Steuerfach kann es also zu Überstunden kommen, denn es geht auch darum, zuverlässig zu sein. Insbesondere vor Fristende, werden diese Überstunden anfallen und du solltest dies nicht bemängeln. Der Betrieb muss laufen und auf eine gute Steuerfachangestellte muss man sich verlassen können. Zeige dich also hilfsbereit und gebe vollen Einsatz – so können du, dein Chef bzw. deine Chefin und deine Kollegen und Kolleginnen ein gutes Team werden. Natürlich musst du auch hier sehr darauf achten, dass du deine Überstunden nicht häufst, sondern dir diese auch mit freier Zeit wieder ausgleichst.

Fazit:

Du merkst: als Azubi im Steuerfach wird dir vieles zugemutet, aber versuche es wirklich, als Gewinn zu sehen. Nimm deinem Chef oder deiner Chefin ihre Persönlichkeiten nicht übel, denn genau die Wesenszüge, die dir anfangs vielleicht etwas rätselhaft vorkommen sind die, die einen guten Steuerberater bzw. eine gute Steuerberaterin ausmachen. Sorgfalt und Einsatzbereitschaft machen sie zu dem, die sie sind und für ihre Mandantschaft unersetzbar.

 

(Stand: 11.10.2021)


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