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11 Tipps: Lernen im Homeoffice

11 Tipps: Lernen im Homeoffice

Das Steuerfach ist eine besonders lernintensive Branche und das wird sich auch nach der Ausbildung nicht ändern. Wer im Steuer Umfeld seine Berufung gefunden hat, hat keine Probleme damit, sich immer weiter selbst Wissen anzueignen und hat, im besten Fall, auch noch Spaß daran. Und das ist unabdingbar, denn regelmäßige Gesetzesänderungen und Rechtsprechungen halten Steuerfachangestellte stets auf Trab. 

Lernen bedeutet nichts weiter, als dass Lebewesen aus Erfahrungen Wissen konstruieren. Der Drang zu Lernen wird uns Menschen also schon in die Wiege gelegt und diesem Drang gehen wir quasi ganz automatisch nach, aber im Laufe unserer Schulbahn haben wir unser Lernverhalten geformt und nicht immer mit etwas Positivem verknüpft. Viele verlieren die Lust am Lernen, weil sie es mit Druck und Stress in Verbindung setzen. Der Trick ist es, neugierig zu bleiben, denn unseren natürlichen Wissensdurst stillen wir, indem wir immer wieder Neues dazu lernen. Im Homeoffice kann Lernen erst Recht zur Herausforderung werden. Deshalb haben wir euch ein paar Tipps zusammengetragen.

Tipp 1: Stehe früh auf!

Was? Trotz fehlendem Arbeitsweg den Schönheitsschlaf unterbrechen? 

Ja richtig gelesen. Ich weiß… Homeoffice verleitet einen dazu, länger im Bett zu bleiben und nochmal schön ins Kissen zu kuscheln, aber es ist wissenschaftlich belegt, dass das Hirn Morgens besonders leistungsfähig ist, während es zum Mittag hin etwas abbaut.  

Keine Ausreden! Wenn du dich morgens oft schlapp und unausgeglichen fühlst, versuche es unbedingt mal mit einer SchlafApp. Diverse Apps oder auch Fitnessuhren erkennen anhand von Geräuschen und/oder Bewegungen, in welcher Schlafphase du dich befindest. Du stellst die Zeit ein, zu der du spätestens geweckt werden möchtest und wirst erst dann geweckt, wenn du dich gerade in der leichtesten Schlafphase befindest und fühlst dich direkt ausgeruhter. Ich habe es ausgetestet, es funktioniert wirklich

Tipp 2: Richte dir einen festen, ordentlichen Arbeitsplatz ein!

Im Homeoffice zu lernen verleitet dazu, es sich auf der Couch oder im Bett gemütlich zu machen, aber davon kann ich nur abraten. Richte dir einen Arbeitsplatz ein, um Freizeit und Arbeit voneinander zu trennen. Die Lernumgebung sollte ordentlich und sauber sein. Denn wenn man im Chaos arbeitet, ist es im Kopf auch unaufgeräumt. Außerdem sollte der Arbeitsplatz an einem hellen Ort sein und bestenfalls fernab von Ablenkungen liegen.

Tipp 3: Mache dich fertig, als würdest du zur Arbeit gehen!

Glaub mir, dieser Tipp ist Gold wert. Klar, die ausgebeulte Jogginghose oder der noch bettwarme Pyjama sind bequem und haben den Wohlfühlfaktor. Dennoch solltest du dich so kleiden, als würdest du ins Büro fahren, denn Kleidung beeinflusst dein Verhalten. Ein angemessenes Outfit und Styling verleiten zu aufrechtem Sitzen und fördern die Leistungsfähigkeit. Kleide dich also am besten so, dass du jederzeit ein Gespräch mit dem Chef führen könntest und deine innere Haltung wird sich automatisch anpassen. Probiere doch einen Tag in der Woche in deinen Wohlfühlklamotten und die restlichen Tage in angemessener Business Kleidung. Du wirst schnell zu einem Fazit kommen.

Tipp 4: Strukturiere deinen Tag!

Beginne jeden Tag zur gleichen Zeit, damit programmierst du dein Hirn zur Bestleistung. Lege dir ein Tagesziel fest und erstelle einen Stundenplan. Schreibe dir auf, wann du was machen wirst und visualisiere dein Lernziel. Vergiss nicht, zum Ende hin auch Wiederholungen einzuplanen, damit das Erlernte sich festigt und du nicht Gefahr läufst, alles wieder zu vergessen. 

Auch eignen sich “Fokus Zeiten” in den man kontinuierlich für eine gewisse Zeit ganz sicher nur an einer Sache arbeitet.

Tipp 5: Pausen nicht vergessen!

Damit du im Homeoffice auch langfristig erfolgreich lernen kannst, solltest du dir genügend Pausen gönnen. Dein Hirn und auch deine Augen brauchen eine Auszeit, um danach wieder weiter machen zu können. Außerdem entfallen während dem Homeoffice sämtliche soziale Interaktionen, was eine zeitlang angenehm ist, aber nach und nach aufs Gemüt schlagen kann. Stimmungsschwankungen sind giftig, wenn man erfolgreich lernen will. Deshalb sollte man in seinen Pausen wirklich Dinge tun, die einen glücklich machen. Ein Telefonat mit einer/m Freund/in, ein Kaffee in der Sonne oder ein kleiner Spaziergang lüften den Kopf und machen Platz für neue Informationen. Du kannst es auch mit einer kleinen Sporteinheit oder einer Meditation versuchen. Erlaubt ist, was gut tut. Du solltest deine Pausen fest einplanen und sie auch wirklich einhalten. Wenn du zwischendurch einen “Lauf” hast und besonders produktiv bist, kannst du die Pause natürlich auch mal etwas nach hinten verlagern, es ist nur wichtig, dass du sie nicht gänzlich auslässt.

Tipp 6: Ablenkung vermeiden!

Man kennt es: Das Smartphone piept und sofort möchte man wissen was los ist. Nur nichts verpassen. So schlimm kann es ja nicht sein, mal kurz eine Nachricht zu lesen. Hat man das Teufelsding erst einmal in der Hand, gelangt man blitzschnell in einen Strudel. Schnell mal Instagram checken, einen Tweet lesen.. “Oh eine neue Freundschaftsanfrage bei Facebook? Boah tolle Schuhe, die da im Angebot sind, da kann ich ja mal kurz draufklicken…“ und mir nichts, dir nichts ist eine Stunde ins Land gezogen.  

Kaum legt man das Ding wieder weg, fällt einem, noch diese eine Sache ein und immer wieder greift man zum Telefon. Diesen Zeitfresser könnt ihr zum Lernen nun wirklich nicht gebrauchen. Um der Versuchung zu widerstehen, schaltet das Handy in euren Fokus Zeiten am besten in den Flugmodus. In euren geplanten Pausen dürft ihr das Telefon natürlich checken.  

Aber auch Umgebungsgeräusche können uns ablenken und da wir diese nicht immer kontrollieren können, lohnt es sich in gute Kopfhörer zu investieren. Heutzutage muss man für “Noise Cancelling”- Kopfhörer keine Unsummen mehr zahlen und kann mit diesen gute Ergebnisse erzielen. Auch die guten, alten Ohropax können hier ihre Dienste leisten.

Tipp 7: Digitale Lerngruppen!

Allein lernen fällt dir schwer? Oder du steigst in einigen Bereichen einfach nicht durch? Du bist nicht allein. Suche dir Leidensgenossen und verabredet Online Meetings, in denen ihr gemeinsam lernen könnt. So bleibt ihr mit anderen in Kontakt und könnt euch untereinander austauschen oder euch gegenseitig von Ablenkung fernhalten, quasi wie eine digitale Hausaufgabenbetreuung. Wenn du bisher noch keine Kontakte gefunden hast, schaue doch mal in Steuerazubi Foren oder Gruppen vorbei. Dort findet ihr andere Steuerazubis und ausgelernte Steuerfachangestellte, die euch Nachhilfe geben können.

Tipp 8: Finde heraus, welcher Lerntyp du bist!

Um das Lernen im Homeoffice zu erleichtern, solltest du herausfinden, welcher Lerntyp du bist. Es gibt 4 verschiedene Lerntypen. Den visuellen, den auditiven, den kommunikativen und den motorischen Lerntypen. Während der visuelle Lerntyp meist mit Grafiken, Mindmaps und farblichen Kennzeichnungen erfolgreich ist, braucht der kommunikative Lerntyp den regen Austausch mit anderen. Der motorische Lerntyp lernt am besten durch ausprobieren und erleben. Der auditive Lerntyp lernt am besten durch Hören. Hier eignen sich Hörbücher oder Wissen Podcasts. Solltest du diesem Lerntypen entsprechen, höre unbedingt auch in unseren Podcast rein. Hier führen wir dich durch nützliche Tricks und Hilfen, sowie interessante Interviews. 

Vielleicht bist du aber auch eine Misch- Lerntyp. Finde einfach heraus, wie du am besten Informationen verarbeiten kannst und passe dein Lernverhalten daran an.

Tipp 9: Länger durchhalten mit BrainFood!

Viele von uns neigen zu unkontrollierter Nahrungsaufnahme während der Lernphasen. Die innere Anspannung, Müdigkeit und Nervosität bekämpfen wir gern mit Junk Food und süßen, kalorienreichen Snacks. Zusätzlich kommen Energy Drinks, Kaffee und Softgetränke dazu. Diese Lebensmittel lassen den Insulinspiegel zwar kurzfristig ansteigen, aber versorgen uns nicht nachhaltig mit Energie und lähmen uns regelrecht. Um die Hirnleistung wirklich zu unterstützen, sollte daher lieber auf komplexe, langkettige Kohlenhydrate gesetzt werden. Diese helfen uns dabei die Konzentration zu steigern und versorgen uns kontinuierlich mit Energie. 

Hier kommen wahrhafte BrainFood Helden: Bananen, Nüsse, Naturjoghurt, Trockenfrüchte, Gemüsesticks. 

Nicht zu missachten ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bitte nicht erst warten, bis Durstgefühl, Kopfweh oder Mundtrockenheit  eintreten, das sind klare Warnsignale des Körpers und zu diesen sollte es, im besten Fall, gar nicht erst kommen. Dünne Saftschorlen, Tee und Wasser dürfen dafür bereit stehen. Gegen 3- 4 Tassen Kaffee täglich ist nichts einzuwenden, aber noch besser wäre Grüner Tee, welcher ein echter Wach- und Muntermacher ist, da er mehr Koffein als Kaffee enthält.

Tipp 10: Tagesabschluss Ritual!

Nach einem produktiven Tag empfehle ich, nochmal eine Art Reporting für sich selbst zu machen. Was habe ich gelernt, wo habe ich Schwierigkeiten? Was sollte ich am Folgetag wiederholen? Was lief gut und wo muss ich mich verbessern? Das Aufschreiben und reflektieren hilft dabei, seine Lernerfolge zu vertiefen, aber auch um einen ruhigen Abschluss machen zu können, um sich in der nachfolgenden Freizeit nicht weiter mit der Thematik befassen zu müssen.

Tipp 11: Feierabend zelebrieren!

Feierabend!! Nach Stunden des Lernens im Homeoffice solltest du dir nun dringend etwas Gutes tun. Nun geht es darum abzuschalten und sich etwas Erholung zu gönnen. Passe deine Freizeitgestaltung an deinen Lernrhythmus an und tue nur Dinge, die dir guttun. Vermeide Stress und nimm dir nicht zu viel vor, denn auch positiver Stress ist giftig für die Lernphasen. Überlege dir genau, womit du dich am Ende des Tages belohnen möchtest und zelebriere deine Zeit außerhalb des Lernens.

Fazit

Lernen im Homeoffice kann momentan zu einer echten Herausforderung werden. Aber mit guter Vorbereitung, einem strukturierten Tagesplan, Austausch mit Leidensgenossen und genügend Freizeitausgleich, kannst und wirst du es schaffen.

 

(Stand: 14.04.2021)


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