Steuerheld werden - ETL Azubi Blog


#4 Pleiten, Pech und Pannen beim Essen am Arbeitsplatz: Azubi-Erfahrungen eines Kanzleileiters

#4 Pleiten, Pech und Pannen beim Essen am Arbeitsplatz: Azubi-Erfahrungen eines Kanzleileiters

Liebe Leserinnen und Leser,

jeder von Ihnen kennt das Gefühl: „Hunger“.
Fängt der Magen an zu knurren, muss sofort etwas dagegen getan werden, egal, an welchem Ort man sich befindet, sonst geht die Laune in den Keller.
Doch wie geht man am besten auf der Arbeit damit um? Welche Fehltritte kann man sich hier leisten?
Und was bringt Sie ruckzuck auf die Abschussliste bei Kolleg*innen und Klassenkamerad*innen?
Lassen Sie mich einige kleine Anekdoten zu dem Thema präsentieren. Ich bin sicher, dass sich der ein oder andere beim Lesen wiedererkennen wird.

Erster Gang

Stellen Sie sich vor, Sie sind in der Berufsschule oder in einer Fortbildungsveranstaltung. Nun sitzen Sie hier und hören der Lehrkraft bei ihren Monologen zu. Oder noch viel schlimmer: Sie schreiben eine Klausur. Tagelang haben Sie sich darauf vorbereitet und sind hoch fokussiert. In einem solchen Moment – zumindest geht es mir so – hört man jedes einzelne Geräusch.
Sie sitzen also da, lesen die Aufgaben und fangen an nachzudenken. In diesem Moment hören Sie jemanden laut ausatmen. Etwas weiter weg hustet ein anderer. Was mit einem ebenso lauten Seufzen quittiert wird. Nach einer Weile hören Sie, wie einer Ihrer Mitschüler mit lautem Rascheln die Alufolie vom mitgebrachten Pausenbrot entfernt. Ein Geräusch, das Sie innerlich zusammenzucken lässt. Immer wieder sagen Sie sich: „Konzentration!“ Und tatsächlich: Sie schaffen es nach einer Weile, die Geräusch auszublenden und sind wieder voll in die Klausur vor Ihnen vertieft. Im ganzen Raum herrscht endlich Stille.
Doch dann spüren Sie wieder Bewegung um sich herum und hören, wie jemand neben Ihnen genüsslich in eine Möhre beißt. Haben Sie schon mal in einem stillen, hallenden Raum neben einem Menschen gesessen, der in eine Möhre beißt? Nun stellen Sie sich das in einer absoluten Prüfungssituation vor! Sie bekommen jedes Kaugeräusch live mit und die Konzentration ist ein für alle Mal hinüber.

Zweiter Gang

Ich hatte in meinem Leben das Vergnügen, in einigen Kanzleien zu arbeiten, und habe somit bereits alle Varianten des Mittagessens erlebt. Und überall – ob beim Essen gehen, Essen bestellen oder in der firmeneigenen Kantine – habe ich den natürlichen Feind des weißen Hemdes kennengelernt:
Spaghetti mit Tomatensoße
An einem meiner ersten Arbeitstage ging ich mit einer lieben Kollegin gemeinsam zum Mittagessen und bestellte mir… Spaghetti mit Tomatensauce, na klar. Natürlich trug ich an diesem Tag ein weißes Hemd. Es passierte, was passieren musste: die Soße landete da, wo sie nicht hingehört. Doch damit nicht genug. Ich selbst bekam den Unfall gar nicht mit und ging nach der Pause, als wäre nichts gewesen, zu einem der Partner um eine Steuererklärung zu besprechen. Mit einem Schmunzeln fragte er: „Heute gibt es wohl Spagetti in der Kantine, Herr Kollege?“ und wies mich lächelnd auf den unübersehbaren roten Fleck auf meinem Hemd hin. Das war ein ziemlich peinlicher Moment.

Dritter Gang

Auch beim Dessert (ob Kuchen oder Schokolade) kann auf der Arbeit das ein oder andere Missgeschick passieren. Hier erinnere ich mich an folgende Geschichte: Eine Kollegin feierte Geburtstag. Bei solchen Anlässen gibt es regelmäßig Kaffee und Kuchen in unserer Kanzlei – was, nebenbei bemerkt, ein gewaltiges Argument für eine Karriere in unserer Branche darstellt. So gab es an diesem Tag ein leckeres Stück Kuchen und einen schönen Pott Kaffee. Nach dem obligatorischen Small Talk ging ich wieder in mein Büro, stellte den Kaffee schön auf den Tisch und begann damit, einen Jahresabschluss zu bearbeiten. Kurz darauf klingelte das Telefon. Und was passiert? Natürlich fällt in der Hektik der Kaffee um und ergießt sich über die kompletten Unterlagen und die Tastatur. Mein kleiner Wutanfall gab dieser dann den Rest…

Sie merken also, liebe Leserinnen und Leser, dass zu allen Gelegenheiten beim Essen im Büro ein Missgeschick passieren kann. Manche Fehltritte sind eben nicht zu vermeiden.
Natürlich sind mir in meinem Berufsleben noch viel mehr solcher Ungeschicklichkeiten widerfahren, aber das Leben geht weiter und auch Ihrem Gegenüber ist so etwas mit Sicherheit schon passiert. Denken Sie daran, wenn dieser Sie auf den gigantischen Tomatenfleck auf Ihrem frisch gebügelten weißen Hemd hinweist.

Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal,
Ihr Marko Fischer

(Stand: 15.09.2021)


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