Steuerheld werden - ETL Azubi Blog


Worauf du in den ersten Wochen in der Ausbildung achten solltest

Worauf du in den ersten Wochen in der Ausbildung achten solltest

Bald beginnt die vielleicht spannendste Zeit deines Lebens und du wirst den Grundstein deiner Zukunft legen. Um den bestmöglichen Start für deine Karriere hinzulegen, möchten wir dir ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

Vor dem Ausbildungsbeginn die Unterlagen sammeln

Bereits vor dem Ausbildungsbeginn gibt es einige Dinge, die du bereits erledigen solltest.

Einiges organisiert die Ausbildungskanzlei für dich, wie zum Beispiel die Anmeldung bei deiner Krankenkasse. Die Krankenkasse beantragt dann einen Sozialversicherungsausweis für dich. Dieser wird dir automatisch zugeschickt.

Neben dem Sozialversicherungsausweis solltest du am 1. Tag auch deine Steuer- Identifikationsnummer und die Bescheinigung über den bestehenden Versicherungsschutz der Krankenkasse parat haben.

Am besten du meldest dich 1-2 Wochen vor Arbeitsbeginn in deiner Kanzlei, um in Erfahrung zu bringen, was du in den ersten Tagen benötigst.

“Was zieh ich bloß an?”

Als Steuerazubi/ne gibt es keine direkte Kleiderordnung, wie zum Beispiel bei Köch/innen oder Handwerker/innen.

Um dich am ersten Tag nicht gleich zu blamieren, fragst du bereits vorab nach der gewünschten Kleiderordnung. Vielleicht hattest du aber auch beim Bewerbungsgespräch bereits die Gelegenheit, deine zukünftigen Kolleg/innen zu scannen. Dann kannst du dich daran orientieren. Ansonsten gilt: bei Berufen mit viel Kundenkontakt lieber etwas zu schick angezogen kommen.

Weibliche Auszubildende sollten zusätzlich darauf achten, dass sie keine knappen Tops mit Ausschnitt oder zu enge und kurze Hosen tragen. Auch lange Fingernägel und sehr auffälliger Schmuck sind eher unpassend.
Oft ist es von der Kanzleigröße, dem Mandantenstamm und der eigenen Philosophie abhängig, welcher Kleidungsstil im Vordergrund steht.

Wenn du dir immer noch unsicher bist zieh dich lieber erstmal etwas zu schick, als zu underdressed an. Generell kannst du dir für alle Kleidungsstücke merken, dass dunkle Farben formell wirken und helle Farben einen freundlichen Eindruck vermitteln.

Arbeitsweg ausprobieren/Pünktlichkeit

Der große Tag ist gekommen: der erste Arbeitstag. Du solltest dir unbedingt schon vorher Gedanken darüber machen, wie du am besten zur Arbeit kommst. Wenn du auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bist, probiere vorab aus, wie lange du wirklich brauchst. Plane auf jeden Fall einen Puffer ein, falls etwas schief läuft. Generell zählt: Immer 15 Minuten vor Arbeitsbeginn da sein.

Der schlechteste Start überhaupt ist Unpünktlichkeit und das gilt eigentlich für jeden Arbeitstag. Häufiges Zuspätkommen kann sogar ein Grund für eine Abmahnung sein, denn Unpünktlichkeit wird mit Unzuverlässigkeit gleichgesetzt.

Sollte wirklich mal etwas schief gelaufen sein melde dich unverzüglich im Betrieb. Am besten nicht erst kurz vor knapp, denn meistens weiß man lange vorher, dass man es nicht pünktlich schaffen wird.

Der erste Eindruck zählt!

Keine Panik, am ersten Arbeitstag steigst du als Auszubildende/r noch nicht richtig mit in die Arbeit ein. Als erstes wird dir erstmal alles erklärt und die Kollegen vorgestellt. Auch wenn du nervös bist, Freundlichkeit ist alles, denn der erste Eindruck zählt. Wirkst du etwas muffelig, wirst du dieses Image nicht mehr so schnell los.

Am besten du stellst dich bei jedem persönlich als neue/r Azubi/ne vor. Denke daran Augenkontakt zu halten und dabei deutlich deinen Namen zu nennen. In einer größeren Kanzlei kannst du auch nochmal erwähnen, in welcher Abteilung du starten wirst.

Wenn du am ersten Tag in die Kanzlei kommst und es noch keine/n Zuständige/n für dich gibt, bleibe höflich und frage nach, wo du den/die zuständige/n Ausbilder/in finden kannst.
Versuche nicht nur passiv rumzustehen, sondern zeige ab dem ersten Moment Eigeninitiative, indem du fragst ob es etwas für dich zu tun gibt. Traue dich, Fragen zu stellen, vor allem dann, wenn du etwas nicht verstehst.

Am besten du bringst dir ein Notizheft mit und machst dir ausreichend Notizen. Es ist nicht schlimm eine Frage doppelt zu stellen, aber es macht einen guten Eindruck, wenn du erst einmal versuchst, selber auf die Lösung zu kommen. Deine zukünftigen Kolleg/innen werden es dir danken, wenn du sie nicht allzu oft von der Arbeit ablenkst.

Duzen oder Siezen?

Zu Beginn solltest du erstmal alle Siezen. Und auch wenn du mitbekommst, dass sich einige untereinander duzen, so solltest du darauf warten, bis dir das “Du” angeboten wird. Deine Kolleg/innen entscheiden selbst, wie sie angesprochen werden möchten. Wenn du deine Kolleg/innen besser kennengelernt hast und ihr euch auch auf der persönlichen Ebene gut versteht, spricht nichts dagegen, einfach nachzufragen, ob ein “Du” okay ist.

Die Krankmeldung

Jeder wird mal krank. Du entscheidest selbst, ob du bei einem Schnupfen direkt zuhause bleibst oder ob es dir eigentlich ganz gut geht und du arbeitsfähig bist. Sobald du bemerkst, dass du nicht arbeiten kannst, musst du aber den Ausbildungsbetrieb informieren.

Wenn du bereits am Vortag weißt, dass du am nächsten Tag krank sein wirst, ist Ausschlafen leider keine Option. Spätestens zum Zeitpunkt des Arbeitsbeginns, eigentlich aber schon vorher, solltest du deine Vorgesetzten informieren, damit sie vllt einen Ersatz für dich finden können.

Wenn du trotz deines Ausfalls beeindrucken willst, erstelle eine Liste mit Informationen bzw. Aufgaben, die du eigentlich zu erledigen hättest, damit sie vielleicht an jemanden weitergegeben können. Das zeigt, dass du zuverlässig bist und deine Arbeit ernst nimmst.

Wenn du dich bei der Firma krank meldest, musst du selbstverständlich auch zum Arzt gehen und dir diese Krankmeldung bescheinigen lassen. Der gelbe Schein muss in der Ausbildungskanzlei abgegeben werden. Ob dies noch am gleichen Tag oder auch drei Tage später möglich ist, ist in deinem Ausbildungsvertrag geregelt.

Solltest du du dir unsicher sein bis wann du diesen abgeben musst, frag einfach nach.

Keine Angst vor Fehlern

Wer neu im Berufsleben ist, kommt nicht drumherum, auch mal etwas falsch zu machen. Fehler sind menschlich und passieren jedem. Wichtig ist eigentlich nur, wie man damit umgeht. Der größte Fehler, den du machen kannst ist es allerdings, wenn du versuchst deine Fehler zu vertuschen undsie verheimlichst, denn wenn das rauskommt, hast du ein wirkliches Problem.

Jede Ausbildungskanzlei weiß, dass Anfänger/innen viele Fehler machen. Nur wenn du so fair bist und diese mitteilst, hat deine Kanzlei die Chance, diese wieder zu beheben.

Wenn du in deiner Ausbildung also merkst, dass du etwas falsch gemacht hast, dann brauchst du überhaupt keine Angst davor zu haben, dass man dich deswegen abmahnt oder Ähnliches.

Bitte einfach jemanden um Hilfe. Zum Erwachsenwerden gehört auch, zu seinen Fehlern zu stehen.

Fazit

Keine Furcht! Vorbereitung und Motivation sind alles. Du wirst nicht die/ der erste Auszubildende/r sein und viele vor dir hatten ähnliche Bedenken. Aber auch deine zukünftigen Kolleg/innen haben irgendwann mal ihren ersten Tag gehabt.

(Stand: 21.07.2021)


Weitere interessante Meldungen für Azubis

Alle Artikel ansehen

News direkt in Deine Inbox?

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Wir verwenden Cookies

Entscheiden Sie selbst, ob diese Website neben funktionell zum Betrieb der Website erforderlichen Cookies auch Betreiber-Cookies sowie Cookies für Tracking und Targeting verwenden darf. Weitere Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Einstellungen individuell anpassen Einstellungen jetzt speichern Alle Cookies ablehnen und speichern Alle Cookies zulassen und speichern
x